FCH= FC HANSA ROSTOCK - Stefan ,,PAULE" Beinlich
FCH-FC hansa ein leben lang!!!

 

stefan beinlich der captain und rotinier der mannschaft

Stefan Beinlich


Name: Beinlich
Vorname: Stefan
Geburtsdatum: 13.01.1972
Spielposition: Mittelfeld
Nationalität: Deutsch
Rückennummer: 22
Größe: 1,80 m
Gewicht: 77 kg
Im Verein seit: 2006
bisherige
Vereine:
Hamburger SV,
Hertha BSC Berlin,
Bayer Leverkusen,
F.C. Hansa Rostock,
Aston Villa,
Bergmann Borsig,
BFC Dynamo

 

Stefan Beinlich - Ein Vorbild für die Jugend!


Es war am 18. Januar 2006. Stefan Beinlich kam aus dem Wintertrainingslager in Spanien. Mit dem HSV landete die Maschine der Mannschaft um 17.30 Uhr. Wie sein Trainer Thomas Doll stieg „Paule“ ins Auto und fuhr 200 km, um beim 40. Jahrestag des F.C. Hansa mit 1000 Gästen das Jubiläum zu feiern. Ganz klar: Stefan Beinlich und der F.C. Hansa Rostock – das war einst mehr als ein Job. Beinlich und Hansa – das war Herzenssache und so ist es bis heute…


Im Sommer unterschrieb Stefan Beinlich einen Zweijahresvertrag an der Küste. Beinlich -zum zweiten Mal Hanseat. Der 34-jährige Mittelfeldspieler und der Rostocker Zweitligist haben sich auf den Abschluss eines Zweijahresvertrages geeinigt. Der Vertrag gilt für die 1. und 2. Liga. Stefan Beinlich spielte bereits von 1994 bis 1997 für den F.C. Hansa und erzielte in 105 Punkt- und Pokalspielen 35 Tore für die Rostocker.


Die Rostocker haben damit den Kampf um den Routinier gewonnen, denn auch der Schweizer Erstliga-Aufsteiger FC Luzern und die US-amerikanische Profiliga warben ernsthaft um den feinen Techniker und sympathischen Berliner.


Stefan Beinlich wurde am 13. Januar 1972 in Berlin geboren und ist das, was man gemeinhin als Straßenfußballer bezeichnet. Der defensive Mittelfeldspieler mit dem Kurzhaarschnitt begann seine sportliche Karriere beim BFC Dynamo, aber dort erfand man eine Krankheit, die dem Spieler eine erfolgreiche Laufbahn beim zehnfachen Meister verbaute. So ging Stefan schließlich zur SG Bergmann-Borsig. Für die Bergmänner aus Pankow spielte Beinlich schließlich in der Saison 1990/91 noch 20 Mal in der DDR-Liga (5 Tore).
Aber Stefan Beinlich wollte mehr. Zusammen mit seinem Mannschaftskameraden Matthias Breitkreutz zog es die beiden Fußballer aus dem Berliner Randverein auf die britische Insel.


Während der folgenden Saison unterschrieb "Paule" Beinlich 1991 beim englischen Premier-League-Verein Aston Villa seinen ersten Profivertrag. Der sportliche Erfolg blieb bescheiden: Insgesamt spielte er für Villa 16 Mal in der Premier League (1 Tor), damals noch im Angriff. Seinerzeit suchte Beinlichs Berater Jörg Neubauer einen neuen Verein für seinen Schützling und einen Trainer, der auf ihn setzt.


Die Lösung: Der F.C. Hansa Rostock und Fußball-Lehrer Frank Pagelsdorf!
Nach einer gewissen "Lehrzeit" auf der britischen Insel, die Beinlich heute durchaus nicht negativ sieht, spielte der neue Hansa-Regisseur toll auf. Top seine Technik, top sein Auge, top sein strategisches Spiel, top seine gefährlichen Freistöße! So einer wurde plötzlich auch von anderen Vereinen umworben. Nach drei Jahren in Rostock ging Stefan Beinlich auf Bundesligareise: Bayer 04 Leverkusen (1997 bis 2000) und Hertha BSC Berlin.
In jener Zeit trug Stefan Beinlich fünf Mal das Trikot der deutschen Nationalmannschaft. Er debütierte dabei am 2. September 1998 unter DFB-Trainer Erich Ribbeck beim Freundschaftsspiel gegen Malta mit dem ehemaligen Hansa-Verteidiger Marko Rehmer. Sein letztes Länderspiel machte er am 16. August 2000 beim 4:1-Erfolg gegen Spanien, dem ersten Spiel unter Rudi Völler als Teamchef der Nationalmannschaft.


Sein größter sportlicher Erfolg war der Gewinn des Liga-Pokals, was Beinlich gleich drei Mal in Folge gelang: 2001 und 2002 mit Hertha BSC, 2003 mit dem HSV. Ausgerechnet in seiner Heimat Berlin wurde Beinlich aber oft verkannt. 2003 kehrte der Linksfuß folgerichtig schließlich seiner Heimatstadt dann den Rücken und wechselte zum Hamburger SV. Was wollen die mit dem „alten Mann“, fragten sich viele an der Alster. Beinlich zeigte es seinen Kritikern. Der neue HSV-Trainer Thomas Doll – einst selbst ein toller Hansa-Spieler – baute Beinlich neu auf und formte seinen Mittelfeldspieler  noch einmal zu einem genialen Führungsspieler mit großen strategischen Qualitäten. Beinlich führte die HSV-Mannschaft vor allem in der ersten Halbserie der Saison 2005/2006. Leider wurde diese tolle Leistung durch Verletzungen getrübt. Deshalb ließ sich Stefan am 27. März 2006 in Berlin von Dr. Krüger am Schambein und an der Leiste operieren. Jetzt ist er wieder gesund und voller Elan. Bei dem zweistündigen Eingriff wurde dem 34-Jährigen der Schambeinknochen gespritzt. „Ich bin froh, dass ich den Eingriff hinter mir habe", sagte der Ex-Nationalspieler, „es war die einzige Chance für mich, weiter Fußball zu spielen."
Thomas Doll: „Nach der überragender Hinrunde war die Operation für Stefan und den Verein ganz bitter. Stefan Beinlich ist ein großer Spieler.“


Eine schlechter dotierte Offerte als bislang hatte Stefan Beinlich in Hamburg abgelehnt. Stefan nach der Operation: „Meine Vertragssituation war mir erst einmal egal. Aber so wollte ich nicht aufhören. Deshalb die Operation. Ich möchte noch einige Jahre Fußball spielen. Ich freue mich auf den F.C. Hansa.“
So erfolgte also der Wechsel zum F.C. Hansa, wo er einst mit Spielern wie Heiko März und seinem Freund Hilmar Weilandt kickte.


Sein Berater Jörg Neubauer: „Ich bin überzeugt, Stefan wird mit seinen strategischen Fähigkeiten eine neue, junge Hansa-Mannschaft auf den Weg in die Bundesliga führen.“
Beim HSV spielte Linksfuß Stefan Beinlich auf der linken Halbposition oder als klassische Nummer 6 vor der Abwehr. Genau dies wünscht sich auch Trainer Frank Pagelsdorf .


Einwürfe von Stefan Beinlich zur Person:


Größe: 180 cm 
Gewicht: 77 kg 
Geburtsort: Berlin 
Spitzname: "Paule" 
Familienstand: Verheiratet, drei Töchter („die zum Glück nicht Fußball spielen…“)
Erlernter Beruf: Elektriker 
Hobby: Jede Sportart mit einem Ball 
Sportliche Vorbilder: Weltmeister Pierre Littbarski 
Größter sportlicher Erfolg: Viertelfinal Champions-League
Schlimmste Niederlage: 0:2-Niederlage in Unterhaching mit Bayer
Diesen Beruf würde ich heute (gerne) ausüben, wenn ich nicht Fußball-Profi geworden wäre: Wahrscheinlich Elektriker
Mein Lieblingsfußball-Zitat: Wir zwei sind ein gutes Trio


Stefan Beinlich im Interview: „Ich komme für den Aufstieg!"


Hansa-Online: Stefan, man trifft sich im Leben offensichtlich wirklich immer zweimal. Wie 1994 kommen Sie nun ab 1. Juli 2006 noch einmal zum F.C. Hansa zurück…


Stefan Beinlich: Ja, und ich freue mich riesig auf diese zwei Jahre.


Hansa-Online: Aufstieg in die Bundesliga, ist das momentan für Hansa nicht ein hoher Anspruch?


Beinlich: Ich weiß, die Mannschaft wird in der Saison 2006/2007 sehr jung sein. Wenn du eine junge Mannschaft hast, fehlt es oft an Konstanz. Aber die wollen wir ja reinbringen und ich will dabei helfen. Ich werde meinen  Anteil bringen.


Hansa-Online: Was macht Sie so sicher?


Stefan Beinlich: Ich erinnere mich an die  Zeit von damals. Auch da hatten wir eine junge Truppe, mindestens zehn neue, relativ unbekannte Leute. Und wir haben es auch gepackt. Dies muss man den jungen Spielern vor Augen halten. Die Köpfe müssen aus den Schultern, die Brust muss raus. Schritt für Schritt müssen wir Erfolgserlebnisse sammeln.


Hansa-Online: Wann haben Sie sich denn das erste Mal mit einem Wechsel nach Rostock beschäftigt?


Stefan Beinlich: Ich habe mich immer wieder mal mit einem Wechsel nach Rostock beschäftigt. Der Verein war doch seit meiner Jugendzeit als Profi immer etwas Besonderes. Es stand für meine Familie und mich nur die Frage, Hansa oder Ausland.


Hansa-Online: Sie haben sich dann gegen den Schweizer Erstligisten FC Luzern und die amerikanische Profiliga entschieden. Warum?


Stefan Beinlich: Das hat was mit der Nähe zum F.C. Hansa zu tun. Ich habe meine Freunde in Rostock nicht aus den Augen verloren und sie stets besucht. Mannschaftsarzt Dr. Frank Bartel wurde zu einem  wirklichen Freund, meine Schuheinlagen lasse ich in Rostock seit Jahren von der Firma Paul Rothe machen, mit meinen ehemaligen Mitspielern Perry Bräutigam, Timo Lange, Heiko März und Hilmar Weilandt bin ich bis heute eng verbunden, auch mit Zeugwart Andreas Thiem. Und: Frank Pagelsdorf ist hier wie einst wieder Trainer. Es ist doch so, als komme ich nach Hause.


Hansa-Online: Apropos zu Hause. In Berlin haben Sie seit Hertha-Zeiten Ihr Haus?


Stefan Beinlich: Das ist zwar richtig. Aber ich ziehe mit meiner Familie, mit meiner Frau Katrin, den Zwillingen Nancy und Noira (9) und unserer Kira (4) auf jeden Fall an die Ostsee. Ich bin kein Legionär. Ich brauche als Profi und Mensch meine Familie um mich. Das ist sehr wichtig für ein gutes Lebensgefühl.


Hansa-Online: Wie wichtig war denn die Tatsache, dass Frank Pagelsdorf jetzt Trainer in Rostock ist?


Stefan Beinlich: Pagelsdorf steht für mich als Symbol des ersten Aufstiegs in die Bundesliga. Als er aus Berlin kam, war Hansa wohl nur Elfter in der 2. Liga. Wir alle waren blutjung und eine Mannschaft, die so zehn neue Spieler hatte. Und was macht der Trainer: Er sagt, Jungs, unser Ziel ist der Aufstieg in die Bundesliga. Und dann verlieren wir 0:1 gegen Mannheim. Und was macht Pagel? Der sagt zu uns: Jungs, ich korrigiere das Ziel: Wir wollen nicht aufsteigen, wir wollen Erster werden und aufsteigen. Wir haben uns dann völlig ungläubig angeschaut und sind um unser Leben gerannt. Ein Glück war auch: Wir hatten unter Pagelsdorf kaum Verletzungen. Jeder hat Gas gegeben, alles aus sich herausgeholt. Natürlich wollten wir aufsteigen. Aber man musste das alles erst einmal auch im Kopf aufnehmen. Wir waren untereinander Konkurrenten, aber wir waren auch eine Mannschaft mit einem hohen Teamgeist. Wir haben auch außerhalb des Platzes viel gemacht. Was will ich sagen: Der Trainer Frank Pagelsdorf kann eine Mannschaft großartig motivieren. Ich hoffe, diese Geschichte wiederholt sich noch einmal. Zumal der Trainer technisch-taktisch auch große Stärken hat.


Hansa-Online: Haben Sie als 34-Jähriger nicht Angst, in der umkämpften 2. Liga unterzugehen?


Stefan Beinlich: Angst habe ich vor anderen Dingen. Im Sport kenne ich keine Angst. Da nehme ich jede Herausforderung an. Ich habe in England gespielt, ich habe ein Jahr zweite Liga gespielt. Da habe ich mich auch durchgesetzt. Das war genau so hart und auch diese Prüfung habe ich am Ende bestanden.


Hansa-Online: Sie haben von 1994 bis 1997 beim F.C. Hansa gespielt. Wie beurteilen Sie diese Zeit heute?


Stefan Beinlich: Mein Berater Jörg Neubauer hat mich damals an die Küste gebracht: Heute muss ich dafür dankbar sein: Hansa war mein wirklicher Einstieg in den Profifußball. Es war meine Lehrzeit. Nirgendwo ist es mir so schwer gefallen, weg zu gehen, wie damals aus Rostock. Ich habe da Herzblut gelassen. Dann kamen Gesellenzeit und Meisterprüfung in Leverkusen, bei Hertha und beim HSV. Um mich sportlich weiter zu entwickeln, musste ich gehen. Und: In Leverkusen angekommen, bin ich Nationalspieler geworden…


Hansa-Online: Kommen wir mal zum HSV? Wie sehen Sie diese Zeit?


Stefan Beinlich: Am Anfang habe ich damals mit dem Verein den Liga-Pokal gewonnen. Ich wurde sogar in den Mannschaftsrat gewählt. Aber tatsächlich hat mich nach Kurt Jara und Klaus Toppmöller erst Thomas Doll, ja auch ein ehemaliger Hansa-Spieler, so richtig aus dem Schatten geholt. Wer hat denn damals noch an mich wirklich geglaubt: Das waren meine Freunde, meine Familie und dann eben Thomas Doll. Und plötzlich kriege ich wieder Spielzeiten, Vertrauen und mache 16 Bundesliga-Spiele fast am Stück. Jetzt sage ich sogar: Vielleicht war es die beste Halbserie meiner Karriere. Wir haben Bayern und Bremen geschlagen, die Bayern über die Saison ständig attackiert. Fußball ist sicherlich ein Mannschaftssport und ich bin ein Mannschaftsspieler. Aber einen gewissen persönlichen Anteil an dieser Entwicklung rechne ich mir auch schon an. Ich habe gezeigt, dass man mit 34 Jahren noch auf sehr hohem Niveau spielen kann. Dies will ich nun auch in Rostock zeigen. Seitdem klar war, ich werde in Hamburg keinen Vertrag mehr unterschreiben, war auch Hansa für ein Thema für mich. Wenn es allein ums Geld gegangen wäre, hätte ich in Hamburg bleiben müssen. Aber das ist zweitrangig.

 




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
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